FAQ

Hier beantworten wir häufig gestellte Fragen zur Weiterbildung in der Allgemeinmedizin.

Weitere FAQ´s zum Thema Weiterbildung finden Sie bei der Landesärztekammer Baden-Württemberg unter.

Nachgewiesen werden müssen zum einen 36 Monate in der stationären Inneren Medizin. Davon können bis zu 18 Monate in den Gebieten der unmittelbaren Patientenversorgung (gegebenenfalls in 3-Monats-Abschnitten) auch im ambulanten Bereich angerechnet werden. Zum anderen ist der Nachweis von 24 Monaten in der ambulanten hausärztlichen Versorgung erforderlich. Hierauf können bis zu sechs Monate Chirurgie (auch in 3-Monats-Abschnitten) angerechnet werden. Außerdem muss ein 80-Stunden-Kurs in Psychosomatischer Grundversorgung absolviert werden.

Die relevanten Inhalte der Weiterbildungsordnung können Sie hier nachlesen:

Weiterbildungordnung Allgemeinmedizin (PDF)
Richtlinien (Weiterbildungsinhalte) der Allgemeinmedizin (PDF)

Erforderlich ist eine Mindestweiterbildungszeit von 18 Monaten Innere Medizin im Stationsdienst.

Falls es sich um eine Facharztanerkennung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung handelt, können sogenannten „Quereinsteigern“ ihre bisher absolvierten Weiterbildungszeiten und -inhalte als „abweichender gleichwertiger Weiterbildungsgang“ im Rahmen einer Einzelfallentscheidung weitgehend anerkannt werden.

Ja, alle Ärztinnen und Ärzte, die sich in der Weiterbildung Allgemeinmedizin befinden, können an speziellen Schulungsprogrammen teilnehmen. Schulungsprogramme werden von den einzelnen Bezirksärztekammern und der Verbundweiterbildungplus angeboten.

Details finden Sie unter Aktuelles/Termine

Ebenso gibt es zusätzliche Schulungstage von den einzelnen Weiterbildungsverbünden.

Ja. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) und die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) sowie der Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-Spitzenverband) haben im Einvernehmen mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) und im Benehmen mit der Bundesärztekammer (BÄK) eine neue Vereinbarung zur Förderung der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin in der ambulanten und stationären Versorgung getroffen.

Niedergelassene Weiterbilder erhalten von den Kassenärztlichen Vereinigungen und Krankenkassen für die Weiterbildung in der ambulanten hausärztlichen Versorgung einen Zuschuss zum Gehalt des Weiterbildungsassistenten in Höhe von derzeit 4.800 €. Weitere Details finden Sie unter Förderung in ambulanter Weiterbildung.

Im stationären Bereich beteiligen sich die Deutsche Krankenhausgesellschaft und die Krankenkassen mit Gehaltszuschüssen in Höhe von 1.360 € für die Weiterbildung in der Inneren Medizin sowie in Höhe von 2.340 € für die anrechenbare Weiterbildung in den anderen Fachgebieten der unmittelbaren Patientenversorgung, also z.B. in der Chirurgie. Weitere Details finden Sie unter Förderung in stationärer Weiterbildung.

Die als Gehaltszuschuss bestimmten Fördergelder werden an die zuständigen Weiterbilder, das heißt an den Krankenhausträger oder an den niedergelassenen Arzt, ausbezahlt. Dieser entlohnt seinerseits den Weiterbildungsassistenten.

Es können alle Zeiträume gefördert werden, die auf die Weiterbildung Allgemeinmedizin angerechnet werden können, also beispielsweise Weiterbildungsabschnitte in folgenden Fachgebieten: Allgemeinmedizin, Anästhesiologie, Augenheilkunde, Chirurgie, Frauenheilkunde und Geburtshilfe, Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Haut- und Geschlechtskrankheiten, Humangenetik, Innere Medizin, Kinder- und Jugendmedizin, Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie, Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie, Neurochirurgie, Neurologie, Nuklearmedizin, Physikalische und Rehabilitative Medizin, Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Strahlentherapie, Urologie.

Das Förderprogramm gilt nicht nur für Weiterbildungsstellen in Krankenhäusern, sondern auch für Weiterbildungsstellen in Rehabilitationseinrichtungen. Voraussetzung ist, dass diese durch einen Versorgungsvertrag mit den Krankenkassen zur Erbringung von Rehabilitationsleistungen für gesetzlich Versicherte zugelassen sind (§ 111 SGB V). Der Förderantrag ist für eine Weiterbildungsstelle wie im Krankenhaus zu stellen. Bei der erstmaligen Beantragung einer Förderstelle sollte die Rehabilitationseinrichtung dem Antrag eine Kopie ihres Versorgungsvertrags beilegen.

Ja, das Förderprogramm Allgemeinmedizin gilt für sog. Quereinsteiger, die die Facharztanerkennung in der Allgemeinmedizin erwerben möchten. Eine Bescheinigung stellt die zuständige Bezirksärztekammer aus.

Weitere Details zum Quereinstieg Allgemeinmedizin finden Sie hier.

Die Förderung im ambulanten Bereich setzt grundsätzlich voraus, dass die stationäre Mindestweiterbildungszeit von eineinhalb Jahren in der Inneren Medizin im Krankenhaus, vor Förderbeginn bereits abgeleistet wurde.

Ja. Weiterbildungsabschnitte können unabhängig von der finanziellen Förderung nach den Bestimmungen der WBO angerechnet werden.

Gemäß der Fördervereinbarung muss sich der Weiterbildungsassistent gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung Baden-Württemberg (KVBW) schriftlich verpflichten, die ihm auf Darlehensbasis gewährten Förderbeträge zurückzuzahlen. Dies gilt, wenn er der KVBW nicht innerhalb von fünf Jahren, nach Beginn der erstmaligen Förderung, den Abschluss der Weiterbildung im Fachgebiet Allgemeinmedizin, durch Vorlage der Facharzturkunde nachweist.

Im stationären Bereich muss keine Rückzahlungsverpflichtung unterschrieben werden. Der Arzt in Weiterbildung muss im Zusammenhang mit dem Förderantrag des Krankenhauses erklären, dass er die geförderten Weiterbildungsabschnitte zum Zweck der Weiterbildung in der Allgemeinmedizin nutzen wird. Obwohl diese Verpflichtungserklärung eine ernsthafte Entscheidung des Arztes für die Allgemeinmedizin voraussetzt, wird weder der Arzt, noch das Krankenhaus belangt, wenn die Weiterbildung Allgemeinmedizin nicht abgeschlossen wird.
Dies gilt unabhängig davon, ob das Fachgebiet gewechselt, die Weiterbildung aus Gründen der Familienplanung unterbrochen oder aufgegeben wird, oder die Weiterbildung aus sonstigen Gründen nicht beendet wird. Die Förderbeträge in der stationären Weiterbildung müssen, anders als bei der ambulanten Weiterbildung, nicht zurückgezahlt werden.

Die Förderung wird nicht vom Arzt in Weiterbildung, sondern vom Krankenhaus beantragt. Antragsstelle ist die Deutsche Krankenhausgesellschaft und nicht die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft.

Voraussetzung für die Förderung ist, dass eine Weiterbildungsstelle für einen anderen Fachbereich als Weiterbildungsstelle für die Allgemeinmedizin genutzt wird. Das Krankenhaus kann nicht eine Weiterbildungsstelle auf „Vorrat“ fördern lassen, sondern muss den Förderantrag für einen konkreten Stellenbewerber stellen.
Das Krankenhaus muss für die Antragstellung das hierfür bereitgestellte Formular nutzen. Das Formular sowie Hinweise zur Antragstellung finden sich bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft. Der Stellenbewerber ist auch an der Antragstellung beteiligt.
Er muss für einen vollständigen Antrag des Krankenhauses zwei Formulare unterschreiben:

  • Erklärung, den geförderten Weiterbildungsabschnitt für die Weiterbildung Allgemeinmedizin zu nutzen, und zum geplanten Weiterbildungsverlauf
  • Datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung

Die Zahl der geförderten Stellen ist kontingentiert. Das Kontingent wurde aber noch nie voll ausgeschöpft, so dass bislang bei Vorliegen der Voraussetzungen für eine Förderung jede beantragte Stelle auch tatsächlich gefördert werden konnte.

Die Fördermittel werden im Krankenhaus - anders als im niedergelassenen Bereich - nicht monatlich ausgezahlt, sondern nachträglich am Ende des Weiterbildungsabschnittes. Bei längeren Weiterbildungsabschnitten steht dem Krankenhaus die Möglichkeit offen, eine kalenderjährliche Auszahlung für Teilabschnitte zu fördern.

Die Förderbeträge sind vom Krankenhaus bis zum 30. Juni des Folgejahres bei der Deutschen Krankenhausgesellschaft zu beantragen. Hierfür sind folgende Nachweise erforderlich:

  • Der Weiterbilder muss ein Endzeugnis oder ein Zwischenzeugnis zum Jahreswechsel ausstellen. Das Zeugnis ist bei der zuständigen Bezirksärztekammer einzureichen.
  • Die zuständige Bezirksärztekammer muss eine Bescheinigung ausstellen, mit der sie die Anrechnungsfähigkeit der abgeleisteten Weiterbildungszeit bestätigt.
  • Das Krankenhaus muss eine Nachweiserklärung zu dem absolvierten Weiterbildungsabschnitt abgeben und der Deutschen Krankenhausgesellschaft zu übermitteln. Hierzu muss folgendes Formular verwendet werden. Der Nachweiserklärung muss eine Kopie der Bescheinigung der Bezirksärztekammer beigelegt werden. 

Die DKG beantragt ihrerseits nach Eingang der Förderanträge aller Krankenhäuser die Fördergelder bei den Krankenkassen. Die Fördergelder werden von der DKG nur einmal jährlich ausgezahlt und zwar gegen Ende des Kalenderjahrs.

Das Förderprogramm für die Weiterbildung besteht zwischenzeitlich seit über 10 Jahren. Die meisten Krankenhausverwaltungen sind über das Förderprogramm informiert. Die Erfahrung zeigt aber, dass die Leitenden Ärzte, die das Vorstellungsgespräch führen, nicht immer wissen, dass die Besetzung der Stelle durch einen Arzt in Weiterbildung für die Allgemeinmedizin finanziell gefördert wird. Es kann daher nicht schaden, wenn der Arzt in Weiterbildung bei seiner Bewerbung hierauf nochmals hinweist.